Festival No 24 Possessed / 21.–25. April / Osnabrück

European Media Art Festival № 34

21. – 25.04.2021
↳ Festival
21.04. – 02.05.2021
↳ Online
21.04. – 30.05.2021
↳ Ausstellung

Mit einem reichhaltigen Online-Angebot startet am 21. April das 34. European Media Art Festival!

Über 90 Filme, alle unsere Talks und verschiedene Beiträge zu unserer Ausstellung „possessed“ werden online auf emaf.cinemalovers.de zu sehen sein. Außerdem haben wir einige Specials vorbereitet. Das Streaming-Angebot ist vom 21. April bis zum 02. Mai verfügbar.

Tickets sind direkt auf unserer Streaming-Website buchbar.

Die Talks werden hier auf unserer Website live zu sehen sein und im Anschluss auf unserer Streaming-Website zur Verfügung stehen.

Neben den Filmen finden Sie dort auch einige Extras, die besondere Einblicke in unsere Ausstellung und in unser Filmprogramm gewähren. In einem virtuellen Rundgang lässt sich die Ausstellung in der Kunsthalle Osnabrück digital erkunden. Zudem kommen in unseren digitalen Filmgesprächen zahlreiche Künstler:innen und Kurator:innen zu Wort und vermitteln Hintergründe zu ihren Arbeiten und Programmen.

Mit dem EMAF Campus sind außerdem zahlreiche studentische Arbeiten auf der Streaming-Website vertreten.

Genauere Infos zu allen Arbeiten hier auf der Website zum Nachlesen.

News

17.04.2021 EMAF 34: Specials für Festivalbesucher:innen

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"Bal Masqué" (IMPAKT)

Damit Festivalbesucher:innen trotz Hybrid-Version in Corona-Zeiten aktiv am 34. European Media Art Festival (EMAF) teilnehmen können und Begegnungen mit Austausch über Medienkunst stattfinden, bietet das EMAF in diesem Jahr eine Reihe von außergewöhnlichen Beteiligungsprojekten an: Zu den auf der Streaming-Plattform emaf.cinemalovers.de präsentierten Filmprogrammen und medienkünstlerischen Arbeiten können Besucher:innen an Werkstatt-Gesprächen mit den Künstler:Innen und Talks zu ausgewählten Themenschwerpunkten des Festivals teilnehmen. Darüber hinaus lädt das EMAF am Samstag, dem 24. April 2021 zur virtuellen Party “Bal Masqué” ein. Der Performance-Bausatz “Soft Prison” des Künstlerduos OJOBOCA, der per Paketsendung nach Hause bestellt werden kann, bietet die außergewöhnliche Möglichkeit, zeitgleich Performer:in und Publikum zu sein. “My flesh is in tension, and I eat it” ist ein Mail-Art-Projekt der Künstler Teo Ala-Ruona und Jaakko Pallasvuo, das Bezug nimmt auf das von Steve Reinke und Jaakko Pallasvuo kuratierte Filmprogramm „The New Death“. Die beiden Editionen können direkt über das Festival bestellt werden.

Bal Masqué am Samstag, 24. April 2021, 20:00 Uhr

Der Bal Masqué ist eine virtuelle Clubnacht und ein Corona-sicherer Zusammenschluss aus einer Online-Tanz-Battle, einem digitalen Maskenball und vielen individuellen VJ-Sets, der exklusiv während des EMAF in Kooperation mit IMPAKT angeboten wird. Alle Festivalbesucher:innen sind eingeladen, ihre verrücktesten digitalen oder realen Masken zu tragen und mitzufeiern. Wenn es Ihnen lieber ist, können Sie natürlich völlig anonym hinter Ihrer Maske an der Party teilnehmen, oder Sie stellen sich selbst in den Mittelpunkt und nehmen an einem der Battles teil, die während des Bal Masqué ausgerichtet werden. Die Battles sind die Höhepunkte des Balls, bei denen jeweils drei Teilnehmer:innen um den Preis für die außergewöhnlichste Hintergrund- und Maskendarbietung wetteifern. Beim Bal Masqué zerfließen die Grenzen zwischen Zuschauer:innen und Teilnehmer:innen. Er ist nach Anmeldung kostenfrei über https://impakt.nl/events/2021/party/bal-masque-x-emaf/ zugänglich.

Soft Prison

In Zeiten, in denen ein persönlicher Festivalbesuch nicht möglich ist, bietet der Home-Performance-Bausatz „Soft Prison“ die Möglichkeit, stattdessen zu Hause einer einzgiartigen Live-Performance beizuwohnen. Mit Hilfe eines einfachen Objekts und einer Schritt-für-Schritt-Anleitung wird der eigene Körper zum/zur ultimativen Performer:in. Der Bausatz umfasst ein phosphoreszierendes 35mm-Dia, eine illustrierte Anleitung und eine dazugehörige Schachtel. Er kann unter der Adresse presse@emaf.de direkt über das Festival bestellt werden und wird auf dem Postweg zugesandt. Die Kosten betragen EUR 10,00 plus Versand.

My flesh is in tension, and I eat it

“My flesh is in tension, and I eat it” war ursprünglich eine Performance, die 2021 in Helsinki ihre Premiere hatte. Dieser Brief ist ein überarbeiteter Teil des Performance-Skripts, verfasst und ins Englische übersetzt von Teo Ala-Ruona und illustriert von Jaakko Pallasvuo. Er steht im Dialog mit dem Filmprogramm „The New Death“, das Steve Reinke und Jaakko Pallasvuo für das EMAF kuratiert haben. Der Brief kann direkt über das Festival bestellt werden und wird Ihnen auf dem Postweg zugesandt. Bitte schreiben Sie dafür an presse@emaf.de. Die Kosten betragen EUR 5,00 plus Versand.

Talks und Künstler:innen-Gespräche

Zu den Filmprogrammen und zum Festivalschwerpunkt „Possessed“ bietet das 34. European Media Art Festival (EMAF) ein umfangreiches Online-Programm mit Hintergrundgesprächen und Expert:innen-Talks an, das ab dem 21. April für Festivalbesucher:innen mit Festivaltickets oder Akkreditierung unter https://emaf.cinemalovers.de/de/home zu erleben ist.

Das European Media Art Festival (EMAF) bedankt sich bei seinen Förderern, besonders bei der nordmedia, der Stadt Osnabrück, dem Goethe-Institut, dem Auswärtigem Amt, der Stiftung Niedersachsen, der VGH-Stiftung und dem Landschaftsverband Osnabrücker Land e. V.

13.04.2021 EMAF 34: Talks & Campus

LiamYoung
"PlanetCity" (Liam Young)

In seiner diesjährigen Hybrid-Version präsentiert das European Media Art Festival (EMAF) in den Sektionen Talks und Campus eine Reihe an medienkünstlerischen Diskussionsrunden zum Festivalschwerpunkt „Possessed“ sowie eine Auswahl aktueller Arbeiten, mit denen sich Fächergruppen der Medienkunst von europäischen Kunsthochschulen zu Wort melden. Die Programme sind überwiegend auf der Streaming Plattform emaf.cinemalovers.de zu erleben, werden aber auch in Fenstern von Ausstellungsorten der Osnabrücker Altstadt je nach aktueller Allgemeinverfügung zur Corona-Pandemie zu sehen sein.

Die Talks des diesjährigen European Media Art Festivals (EMAF) beschäftigen sich mit der Frage, was „Besitz“ und „Besessenwerden“ in der heutigen Welt bedeuten und geht dabei etwaigen Wechselbeziehungen auf den Grund. „Die Sprecher:innen diskutieren die Themenfelder Eigentum und Kontrolle im Kontext von Grund und Boden, Identität und Information“, sagt Kuratorin Daphne Dragona, die für das Talks-Programm verantwortlich zeichnet. „Dabei setzen sie sich auch mit der Macht von Glaubenssystemen, Gewohnheiten und herrschender Narrative auseinander. Im Zentrum des Programms steht der Zusammenhang zwischen heutigen Formen von Extraktivismus und Ausbeutung – sei es von Bodenschätzen, menschlicher Arbeitskraft oder Daten – und dem Kolonialismus der Siedler, dem rassistisch geprägten Kapitalismus.“

In sechs virtuellen Diskussionsrunden sprechen die geladenen Theoretiker:innen, Künstler:innen und Aktivist:innen zum Beispiel über die Gemeinsamkeiten von auf Verbrennung fossiler Energien basierenden Volkswirtschaften und kolonialen Großpflanzungen, Technoheritage und kultureller Enteignung, den im Verborgenen tätigen Arbeitskräften von heute und Sklaverei, digitalen Gewohnheiten und kollektivem Trauma. Besonderes Gewicht liegt dabei auf dem unentwegten Kampf widerständiger Netzwerke und Ökologien. So diskutieren unter anderem die Künstlerinnen Nora Al-Badri und Lerato Shadi über Strategien gegen kulturelle Enteignung.

Heather Davis und Regine Rapp sprechen über die Rolle von Plastik in unseren heutigen Lebenswelten. Die Binaritäten Mensch/Maschine und Rasse/Unterwerfung stehen in der Diskussion von Dr. Ramon Amaro und Maya Indira Ganesh im Mittelpunkt. Ariana Dongus und Tiara Roxanne beschäftigen sich mit Datenkolonialismus. Schwarze Ökologie und die Zusammenhänge von Klimawandel und Kolonialismus sind die Themen im Talk von Jacqueline Brown und Sria Chatterjee. Und Liam Young begibt sich mit uns auf eine Science-Fiction-Safari durch eine imaginäre Stadt der gesamten Erdbevölkerung. „Das Programm der Talks des EMAF 2021 unterstreicht mit seiner Betrachtung angestammter und zeitgenössischer Technologien und kultureller Praktiken, wie sehr es nach wie vor vonnöten ist, die Welt differenziert wahrzunehmen, damit dieser Planet anders bewohnt werden kann“, sagt Kuratorin Daphne Dragona.

Das gesamte Programm der EMAF Talks gibt es jetzt unter www.emaf.de.

Die Festivalsektion EMAF Campus bietet auch in diesem Festivaljahr Klassen und Fächergruppen europäischer Akademien und Hochschulen eine Plattform. Coronabedingt werden diese überwiegend auf der Streaming-Plattform emaf.cinemalovers.de, aber auch vor Ort in Osnabrück in den Fenstern des Kunstraums hase 29, in den Fenstern des Instituts für Kunst/Kunstpädagogik in der Seminarstraße und im Fenster des bbk Kunstquartiers zu erfahren sein. Die Klassen von Julika Rudelius der Hochschule für Kunst Bremen und von Candice Breitz & Eli Cortiñas der Hochschule für Bildende Kunst Braunschweig zeigen Installationen, Performances und Videos, während die Klasse von Katarina Zdjelar des Rotterdamer Piet Zwart Institute mit einem Videoprogramm vertreten ist.

Auch das Institut für Kunst|Kunstpädagogik der Universität Osnabrück wird Videos aus den Modulen von Bettina Bruder und Barbara Kaesbohrer im Programm haben, und die Hochschule Osnabrück zeigt darüber hinaus Apps und Videos aus dem Studiengang Media & Interaction Design, betreut von Christoph Mett, Hannes Nehls, Björn Plutka und Michaela Ramm.

Das European Media Art Festival (EMAF) bedankt sich bei seinen Förderern, besonders bei der nordmedia, der Stadt Osnabrück, dem Goethe-Institut, dem Auswärtigem Amt, der Stiftung Niedersachsen, der VGH-Stiftung und dem Landschaftsverband Osnabrücker Land e. V.

19.03.2021 Filmprogramm des EMAF 2021

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„13 Ways of Looking at a Blackbird“ (Ana Vaz, Vera Amaral & Mário Neto)

Insgesamt 110 Filme aus 31 Ländern präsentiert das 34. European Media Art Festival in seinem diesjährigen Programm, das mit dem Festivalmotto „Possessed“ überschrieben ist. Angesichts der steigenden Infektionszahlen und erheblichen Reiseeinschränkungen werden die Filmprogramme allerdings als reine Online-Veranstaltung stattfinden. Die Ausstellungen in der Kunsthalle und an anderen Spielorten werden wie geplant aufgebaut und je nach Gegebenheiten auch öffentlich zugänglich sein.

Das Streaming-Angebot wird vom 21. April – 02. Mai online sein und neben den Filmprogrammen auch Künstler:innengespräche, Live-Talks und Einblicke in die Ausstellungen umfassen. „Sobald öffentliche Kinovorführungen wieder möglich sind, werden wir eine Reihe von Filmen noch einmal in physischer Form präsentieren“, sagt Katrin Mundt, Mitglied des EMAF-Leitungsteams.

Mit über 2.600 Einreichungen bewarben sich mehr Künstler:innen als je zuvor für die Aufnahme in das EMAF-Programm. 31 Filme wurden für den Wettbewerb ausgewählt. „Viele dieser Filme setzen sich mit Landschaften auseinander, die von den Spuren historischer Besetzungen oder aktueller Konflikte geprägt sind“, sagt Katrin Mundt, die für das Filmprogramm verantwortlich zeichnet. „Die Haltung der Künstler:innen kann dabei sehr kritisch, aber auch sehr persönlich sein. Und oft suchen sie nach Alternativen: nach anderen Weltmodellen und neuen Formen des Zusammenlebens.“

Marwa Arsanios‘ Who Is Afraid of Ideology? Part 3: Micro-Resistances (2020) etwa erzählt vom Kampf um Land und Bodenschätze in Kolumbien und die Ermächtigung indigener Frauen durch die Verbreitung ökologischen Wissens. Simon Lius Happy Valley (2020) verbindet die Spuren der Proteste in seiner Heimatstadt Hongkong zu einem melancholischen Parcours durch eine Stadt im Verschwinden. Weitere Arbeiten kreisen um die enge Verbundenheit von Körper, Ort und Identität. Renèe Helèna Browne untersucht in Daddy’s Boy (2020) die Rolle von Vaterfiguren bei der eigenen Identitätsfindung. Der Hollywood-Klassiker Jurassic Park liefert Browne Argumente für eine andere, „monströse“ Art in der Welt zu sein. Und auch Marian Maylands Michael Ironside and I (2020) sucht in den Filmsets von SciFi-Produktionen der 1980er- und 90er-Jahre nach den Vorstellungen von einer technologisch erweiterten Männlichkeit.

Das Teilen und Weitergeben von Erfahrung, das Verständigen über kulturelle Grenzen und geografische Distanzen hinweg stellt einen weiteren Schwerpunkt im Wettbewerb dar. Zum Beispiel ist 13 Ways of Looking at a Blackbird (2021) das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen der Künstlerin Ana Vaz und zwei Schüler:innen aus Lissabon, Vera Amaral und Mário Neto. Ihr Film stellt grundlegende Fragen darüber, wie wir uns sehend und filmend ein Bild von der Welt machen und uns zu anderen ins Verhältnis setzen. Dani Gal verbindet in Three Works for Piano (2020) zwei sehr unterschiedliche Erzählebenen: drei Klavier-Performances und den Bericht eines ehemaligen Soldaten der israelischen Armee. Beide beleuchten sie unterschiedliche Dimensionen von Sprechen und Schweigen, von Erinnerung und Inszenierung.

Das Festivalthema „Possessed“ wird mit einer von Anja Dornieden und Juan David González Monroy (Berlin) kuratierten Reihe gewürdigt. Unter dem Titel „The Unpossessable Possessor“ stellt sie den filmischen Apparat in den Mittelpunkt: Wie ist er mit uns Menschen verbunden, wie ergreift er von uns Besitz?

Eine Reihe zur Geschichte und Gegenwart der Videokunst in Libanon präsentiert die Künstlerin und Kuratorin Nour Ouayda (Beirut). In „Show Us the Money and We Will Resist“ zeichnet sie nach, welche Rolle die Ressourcen und Netzwerke des libanesischen Fernsehens für die Entwicklung der Videokunst in den 1990er Jahren spielten, und welche neuen medialen Infrastrukturen an ihre Stelle getreten sind.

Wir laden Sie herzlich ein, beim 34. European Media Art Festival dabei zu sein.

11.03.2021 Ausstellung des EMAF 2021

MadreDrone Von PatriciaDominguez
„Madre Drone“ (Patricia Dominguez)

In wenigen Wochen beginnt in Osnabrück das 34. European Media Art Festival. Allerdings können wir heute nicht garantieren, unter welchen Bedingungen ein Besuch des Festivals unter den Ende April geltenden Corona-Richtlinien möglich sein wird. Wir bereiten auch Online-Formate für einen virtuellen Besuch vor. Zugleich planen wir natürlich wie gewohnt für den Besuch vor Ort - das betrifft auch die diesjährigen Installationen der EMAF-Ausstellung in der Kunsthalle Osnabrück, die den Titel „possessed“ trägt und von der Berliner Kuratorin Inga Seidler kuratiert wurde.

Entsprechend der Doppelbedeutung des Wortes „possessed“ in seiner deutschen Übersetzung bewegt sich die diesjährige Ausstellung im Spannungsfeld der Begriffe Besitz und Besessenheit: Die gezeigten Arbeiten behandeln auf vielfältige Weise koloniale und kapitalistische Zusammenhänge der Themen Herrschaft, Kontrolle, Besitz und Eigentum. Dabei fällt ein besonderes Augenmerk auf die Rolle von Technologien, denen die medienkünstlerischen Arbeiten zugleich neue, alternative und indigene Vorstellungen von Miteinander und Besitz entgegensetzen. Mit dem Setting der Ausstellung im Kirchenschiff der ehemaligen Dominikanerkirche werden dabei ästhetisch spannungsreiche Kontraste zu den gezeigten Arbeiten gesetzt.

Ein Highlight ist unter anderem die altarhafte Video-Installation „Madre Drone“ der chilenischen Künstlerin Patricia Domínguez, die Mythen, Symbole und Rituale mit Vorstellungen von Extraktion und indigenen Landrechten, kultureller Aneignung und Naturzerstörung durch Industrialisierung verschmilzt. Nora Al Badris Arbeit mit dem Titel „BabylonianVision“ hinterfragt heutige Museumspraktiken, indem sie mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) und Maschinellem Lernen synthetische babylonische Objekte auf der Grundlage von Altertümern generiert. Was es bedeutet, keine Geschichte und damit keine Zukunft zu haben, kulminiert in dem Video „Motlhaba Wa Re KeNamile“, das Lerato Shadi in ihrer Heimatstadt Lotlhakane (Botswana) gedreht hat: Die Arbeit erinnert an die sogenannten Sklavenmasken, die weiße Sklavenhalter ihren entmenschlichten Arbeitskräften über den Kopf stülpten. Pedro Neves Marquez untersucht Geschichten der Kolonialisierung durch die Linse der Biotechnologie und verweist darauf, wie eng die Kolonisierung von Völkern mit der Kolonisierung von Land und mit der Kontrolle über biologische Reproduktion im Allgemeinen verbunden ist. Vladan Joler erforscht und visualisiert verschiedene technische und soziale Aspekte zeitgenössischer Phänomene im Schnittpunkt von Technologie und Gesellschaft in Form einer großdimensionierten Landkarte des New Extractivism. Und der Künstler Johannes Paul Raether stellt in Gestalt der „Weltheilungshexe Protektorama“ die These auf, dass die von den Prinzipien des Kapitals besessene Menschheit zur Prothese ihrer eigenen digitalen Geräte mutiert.

Ob online oder vor Ort - wir laden Sie herzlich ein, beim EMAF 2021 dabei zu sein!

Aktuelle Informationen hierzu werden auf unserer Website veröffentlicht.

23.02.2021 Online-Programm des EMAF 2021

JenniferWhereAreYou
"Jennifer, Where are you?" (Leslie Thornton)

Tausende Besucher:innen auf einem Festival, wie vor der Corona-Pandemie beim European Media Art Festival üblich – das ist momentan nicht mal ansatzweise denkbar. Unsere Kurator:innen planen deshalb neben den Veranstaltungen und Ausstellungen im realen Raum auch verschiedene Online-Formate. Sie werden ab dem 21. April online zu sehen sein - unter emaf.cinemalovers.de. Die Filme, Installationen und Talks werden über die Festivaldauer hinaus bis zum 2. Mai abrufbar sein.

Zu den Highlights zählt neben den Filmen des Internationalen Wettbewerbs in diesem Jahr sicher die von Anja Dornieden und Juan David González Monroy kuratierte Filmreihe zum Festivalthema „Possessed“. Sie untersucht, wie der filmische Apparat mit uns Menschen verbunden ist und von uns Besitz ergreift – unter anderem in Filmen von Ruy Guerra, Amy Halpern und Eva C. Heldmann. Die von Nour Ouayda zusammengestellte Reihe “Show Us the Money and We Will Resist“ widmet sich außerdem der Geschichte der Videokunst in Libanon. Arbeiten von Akram Zaatari, Mohamed Soueid, Chantal Partamian und anderen beleuchten die Wechselbeziehungen zwischen Fernsehen, künstlerischem Experiment und alternativen Medien.

In der Kunsthalle Osnabrück wird Kuratorin Inga Seidler Arbeiten präsentieren, die auf vielfältige Weise koloniale und kapitalistische Impulse zu den Themen Herrschaft, Kontrolle, Besitz und Eigentum behandeln und dabei besonders die Rolle von Technologien betrachten – zum Beispiel anhand von Vladan Jolers „New Extractivism“ oder Nora Al Badris „Babylonian Vision“. Die altarhafte Video-Installation von Patricia Dominguez verschmilzt Mythen, Symbole und Rituale mit den Vorstellungen von Extraktion und indigenen Landrechten, kultureller Aneignung und durch Industrialisierung zerstörte Natur.

Kunst und Kultur standen in der Politik in den vergangenen Monaten nicht gerade ganz oben auf der Prioritätenliste. Aber sie sind wichtige Elemente des gesellschaftlichen Diskurses, sie schaffen Begegnungsräume und fördern den sozialen Zusammenhalt. Dafür steht auch das EMAF 2021 mit seinen Programmen und seiner Thematik.

„Das EMAF hat traditionell ein sehr internationales Publikum. Durch das Online-Programm können wir möglichst viele Filme und Beiträge einem breiten Publikum zugänglich machen – ohne dass dafür jemand in die Bahn oder ein Flugzeug steigen muss“, so Alfred Rotert, Mitglied der Festivalleitung.

Ob online oder falls möglich vor Ort - wir laden Sie herzlich ein, beim EMAF 2021 dabei zu sein!

14.01.2021 EMAF 34 - N04: Themenschwerpunkt des EMAF 2021: “Possessed”

Logo 34

Wir bedanken uns bei allen Filmemacher:innen, Künstler:innen und Distributionen, die ihre Arbeiten bei uns eingereicht haben. Mit einer Anzahl von 2.600 lag diese deutlich höher als in den vergangenen Jahren. „Wir sind begeistert über die Vielzahl und formale Vielfalt der Arbeiten, die uns für das 34. European Media Art Festival in Osnabrück vorgeschlagen wurden. Auch ist die geographische Herkunft deutlich breiter gestreut als in den Vorjahren“, sagt Katrin Mundt, die Leiterin des EMAF-Filmprogramms und Teil der Festivalleitung.

Mit seinem Thema „Possessed“ [„Besessen“] legt das EMAF in diesem Jahr den Fokus auf Fragen des Eigentums und Formen des Besitzens. Gezeigt werden Filme, Installationen, Performances und Vorträge, die untersuchen, wie Besitzverhältnisse unsere globale Gegenwart und Zukunft bestimmen und wie sie mit unserer jüngeren Vergangenheit verwoben sind. Sie zeigen auf, wie Objekte, Räume oder Erfahrungen von uns Besitz ergreifen und dabei alternative Formen des Miteinanders ermöglichen. Und indem sie mit Strategien der Aneignung, der Distribution und des Entzugs experimentieren, schlagen sie neue Formen der Präsenz in und Partizipation an den Räumen und Institutionen von Film und Medienkunst vor. Während Ausstellung, Filmprogramm und Talks sich je unterschiedlichen Aspekten des Themenschwerpunkts widmen, nehmen einzelne Formate gezielt ihre Zusammenhänge und Wechselbeziehungen in den Blick.

Die von Inga Seidler kuratierte Ausstellung nimmt Besitz und Kolonialismus beziehungsweise (rassistischen) Kapitalismus als Ausgangspunkt. In den ausgewählten Arbeiten geht es um Ungleichheiten, die dieses System des Besitztums (und Eigentumsrechts) hervorgebracht hat: die Enteignung oder den Entzug von Land, Subjektivität, Geschichte(n), Erinnerungen und Rechten. Sie werfen ein Licht darauf, wie sich dies im Bereich des Digitalen fortsetzt und auf die Verbindung von Technologie und Abstraktion zurückwirkt. Die Schau präsentiert zudem Werke von Künstler:innen und Aktivist:innen, die alternative Formen des Besitzes, verschiedene Modelle des Zusammenlebens unter Verzicht auf Eigentum sowie veränderte gesellschaftliche Realitäten imaginieren.

Das von Anja Dornieden und Juan David González Monroy kuratierte Filmprogramm mit dem Titel „The Unpossesable Possessor“ [„Der nicht besitzbare Besitzer“] betrachtet den kinematografischen Apparat als lebendiges Wesen, der in eine vielschichtige Beziehung mit uns Menschen verstrickt ist. Ist seine Beziehung zu uns parasitärer oder wechselseitiger Natur? Sind seine Absichten lauter oder korrupt? Steht er unter unserer Herrschaft oder unterliegt unser Selbst seiner Kontrolle? Ist er menschlich? Oder etwas anderes? Liebt er uns? Zweifellos haben wir einen guten Teil unseres kollektiven Bewusstseins der Filmmaschine abgetreten. Wäre es nicht hilfreich herauszufinden, wer sie ist und was sie will?

Das von Daphne Dragona kuratierte Talk-Programm diskutiert, was „Besitz“ und „Besessen-Werden“ heute bedeuten und in welcher Verbindung sie zueinander stehen. Bildende Künstler:innen, Filmschaffende und Theoretiker:innen sind eingeladen, über Besitz, Kontrolle und Herrschaft im Kontext von Grundbesitz, Identität und Technologie zu diskutieren und zu erkunden, wie diese von alten und neuen Überzeugungen, Ritualen und Gewohnheiten bestimmt werden. Indem es seine Aufmerksamkeit auf vergangene und zeitgenössische Formen des Kolonialismus und des Extraktivismus richtet, fragt das Programm danach, was es bedeutet, Welt/en zu besitzen, zu verlieren und zurückzufordern. Dabei befasst es sich mit Formen von Widerstand, Relationalität und Verwandtschaft.

17.12.2020 Lichte Momente - Body Hacking

Lichte Momente 2020
Lichte Momente 2020 (c) Angela von Brill

So gern hätten wir Ihnen an dieser Stelle Infos zu unserem Programm zum Internationalen Kurzfilmtag am 21. Dezember zur Verfügung gestellt. Aber manchmal gibt es eben Wichtigeres, weshalb der Kurzfilmtag in diesem Jahr leider ausfallen muss. In Zeiten der verschärften Corona-Regeln gilt unsere Solidarität den geschlossenen Kinos und Kultureinrichtungen.

Last Call for Entries - Deadline: 31. Dezember

Sie haben noch bis zum Ende des Jahres Zeit, Ihre Arbeiten für die Sichtung zum EMAF 2021 einzureichen - unter submissions.emaf.de. Dort finden Sie auch weitere Informationen zum Einreichprozedere sowie das Reglement.
Wir freuen uns auf Ihre Filme, Videos, Installationen, Performance-Projekte und Arbeiten aus dem Bereich Expanded Media!

Lichte Momente - Body Hacking

Für diejenigen unter Ihnen, die über die Festtage in Osnabrück sein sollten, lohnt sich sicher auch ein Spaziergang durch die Altstadt, in der noch bis zum 31. Dezember das Outdoor-Medienkunst-Projekt “Lichte Momente” des EMAF zu sehen ist.

Unter dem Motto Body Hacking stellt das Projekt die viel diskutierte Thematik der „Posthuman Bodies“ in den Mittelpunkt der künstlerischen Auseinandersetzung: Bodyhacker lassen sich beispielsweise RFID¬Chips unter die Haut operieren, mit denen Türen entriegelt, Smartphones entsperrt oder Daten gespeichert werden. Durch die Einnahme von chemischen Substanzen und Hormonen optimieren sie ihre Körper – und führen so alle normativen Kategorien ad absurdum. Die diesjährigen Künstler:innen Stine Deja, Eva Papamargariti, Filip Ćustić und Younghee Shin umkreisen, befragen und reflektieren in ihren ästhetischen Positionen das Thema Body Hacking und nähern sich ihm auf ernsthafte, poetische, ironische oder humorvolle Weise.

Wir wünschen Ihnen allen frohe und vor allem gesunde Feiertage und alles Gute für das Neue Jahr!

19.11.2020 Neue Film-Auswahlkommission

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New Film Section Committee: Eli Cortiñas, Mason Leaver-Yap and Philip Widmann

In fünf Monaten beginnt das EMAF 2021. Auch in den ungewissen Zeiten der Corona-Pandemie blicken wir voraus und arbeiten an einer Festivalausgabe, die nicht nur die gewohnt sorgfältig kuratierten Filmprogramme, Installationen, Live-Arbeiten und Talks in Osnabrück präsentiert, sondern die auch mit digitalen Angeboten den besonderen Anforderungen des gegenwärtigen Moments Rechnung tragen wird. Wir werden Sie in den kommenden Monaten über Details unserer Programmplanung und über neue Teammitglieder auf dem Laufenden halten. So möchten wir Ihnen heute unsere neue Auswahlkommission vorstellen.

Neue Film-Auswahlkommission

Eli Cortiñas, Mason Leaver-Yap und Philip Widmann stellen mit der Leiterin der Filmsektion Katrin Mundt das kuratorische Team, das in den kommenden Monaten die Wettbewerbs- und Langfilmprogramme des EMAF 2021 entwickeln und beim Festival vorstellen wird.

Eli Cortiñas hat gegenwärtig gemeinsam mit Prof. Candice Breitz die Professur für Raumkonzepte an der HBK Braunschweig inne. Ihre Filme und Installationen wurden in Einzel- und Gruppenausstellungen u.a. im Museum Ludwig, in der Kunsthalle Budapest, im CAC Vilnius, in der SCHIRN Kunsthalle, bei SAVVY Contemporary, im Museum Marta Herford, im Centre Pompidou, Museum of Modern Art Moscow, Kunstmuseum Bonn und MUSAC sowie bei internationalen Biennalen und Festivals gezeigt, u.a. der Riga Biennale, der Moscow International Biennale for Young Art, den Kurzfilmtagen Oberhausen und bei Curtas Vila Do Conde. Cortiñas lebt und arbeitet in Berlin.

Mason Leaver-Yap entwickelt mit Künstler:innen Texte, Ausstellungen und Veranstaltungen. Zuletzt arbeitete Leaver-Yap mit Ingrid Pollard, Renée Green und Free Agent Media, Onyeka Igwe, Lin+Lam, Evan Ifekoya, Oreet Ashery, Laura Guy, Sunil Gupta und the Estate of Tessa Boffin, Sharon Hayes und Mathew Parkin, Lucy McKenzie, Iman Issa, Wendy Jacob, Alejandro Cesarco, Jimmy Robert, Rachel O’Reilly, Andrea Büttner, Alexis Mitchell und Sharlene Bamboat, Kat Anderson, Jamie Crewe und Beatrice Gibson. Leaver-Yap lebt in Glasgow und Berlin.

Philip Widmann macht Filme, Texte und Filmprogramme. Seine Filme und Videos wurden u.a. bei der Berlinale, dem IFF Rotterdam, bei Views from the Avantgarde, dem Yamagata International Documentary FF, beim FID Marseille und CPH:DOX gezeigt sowie im Wexner Center for the Arts, KW Berlin und bei der Videonale, Bonn. Er hat Filmprogramme zusammengestellt für Arkipel Jakarta, Image Forum Tokyo, das Kasseler Dokfest u.a.. 2017 erhielt Widmann den EMAF Medienkunstpreis der Deutschen Filmkritik (VDFK) für seine Arbeit “Das Gestell”. Er lebt in Berlin.

Call for Entries

Noch bis zum 31. Dezember läuft unser Call for Entries für das EMAF 2021. Eingereicht werden können aktuelle Arbeiten in den Sektionen Film, Installation und Expanded Media. Die Einreichplattform finden Sie hier: https://submissions.emaf.de/

„Lichte Momente 2020 – Body Hacking“

„Lichte Momente“ ist ein Projekt des Experimentalfilm Workshop e.V., der gleichzeitig auch Träger des EMAF ist. In diesem Jahr projiziert die Outdoor-Videokunst-Ausstellung zum dreizehnten Mal Arbeiten internationaler Künstler:innen an Häuserwände und Fassaden in der Osnabrücker Altstadt. Dabei treffen die Besucher:innen ab dem 28. November unter dem diesjährigen Motto “Body Hacking” auf Kunst, die es sonst nur im Museum zu sehen gibt - mit Arbeiten von Stine Deja, Eva Papamargariti, Filip Custic und Younghee Shin.

Mehr Infos finden Sie hier: https://www.lichtemomente-osnabrueck.de/

09.11.2020 #stolpersteineputzenOS

Stolpersteine2020
#stolpersteineputzenOS

Zum Gedenken an den 9. November - eine Aktion von den "Osnabrücker VIELEN"

Der Kölner Künstler Gunter Demnig erinnert seit den Neunziger Jahren mit dem Kunstprojekt STOLPERSTEINE in Europa an die Opfer der NS-Zeit. Vor ihrem letzten selbst gewählten Wohnort oder ihrer Arbeitsstätte wird eine Gedenktafel aus Messing ins Trottoir eingelassen. Inzwischen liegen Stolpersteine in 1265 Kommunen Deutschlands und in 21 Ländern Europas. In Osnabrück gibt es inzwischen 296 Messingtafeln auf den Gehwegen der Friedensstadt.

Heute, dem Jahrestag der Reichspogromnacht 1938, wollen die Osnabrücker VIELEN mit der Aktion #stolpersteineputzenOS den Opfern des NS-Regimes gedenken. Das EMAF ist Teil der Osnabrücker VIELEN und hat sich an der Aktion beteiligt. Die Osnabrücker VIELEN sind Kulturschaffende und -institutionen aus Stadt und Landkreis Osnabrück, die sich für Toleranz und Kunstfreiheit aussprechen und sich solidarisch mit Akteur*innen der Kulturszene zeigen, die von rechtspopulistischen und rechtsextremen Positionen attackiert oder in Frage gestellt werden.

Lesen Sie mehr über DIE VIELEN

15.10.2020 EMAF außer Haus

EMAF Ausser Haus
"Los Conductos" by Camilo Restrepo (CO/BR/FR 2020)

In der kommenden Woche sind drei besondere Filme aus dem diesjährigen Programm des 33. European Media Art Festival erstmals in Niedersachsen zu sehen. Nach der pandemiebedingten Absage des für April 2020 geplanten Festivals präsentiert das EMAF sie nun in Kooperation mit dem Unabhängigen FilmFest Osnabrück und dem Kino im Sprengel in Hannover.

EMAF beim Unabhängigen FilmFest Osnabrück

Auf Einladung des Unabhängigen FilmFest Osnabrück, das am kommenden Mittwoch eröffnet, werden im Rahmen eines EMAF-Gastprogramms zwei Dokumentarfilme zu sehen sein: The Magic Mountain von Eitan Efrat und Daniel Mann (BE 2020, 68 Min.) sowie Was bleibt | Šta ostaje | What remains / Re-visited von Clarissa Thieme (DE/AT/BS 2020, 69 Min.)
The Magic Mountain begibt sich an drei Orte in Europa, an denen Steinbrüche und Höhlen einen Blick in die Tiefenschichten der Erde und die Spuren unserer jüngeren Geschichte erlauben. Der Film ist eine Auseinandersetzung mit alternativen Formen, die Welt um uns erfahrbar zu machen.

(24. Oktober, 17.30 Uhr, Filmtheater Hasetor, Osnabrück, danach Gespräch mit Regisseur Eitan Efrat)

Was bleibt | Šta ostaje | What remains / Re-visited ist eine Wiederannäherung an Schauplätze von Kriegsverbrechen der 1990er Jahre in Bosnien Herzegowina, die Thieme bereits zehn Jahre zuvor gefilmt hatte. Sie lädt mit einer ebenso einfachen wie behutsamen Intervention die Menschen vor Ort zur Begegnung und zum Erinnern ein. (25. Oktober, 15.00 Uhr, Filmtheater Hasetor, Osnabrück)

EMAF im Kino im Sprengel

Das Kino im Sprengel in Hannover zeigt in Kooperation mit dem EMAF das bei der diesjährigen Berlinale preisgekrönte Spielfilmdebüt des Kolumbianers Camilo Restrepo, Los Conductos (CO/BR/FR 2020, 74 Min.). Der Film erzählt von einem jungen Mann in Medellín, der, gerade einer religiösen Sekte entflohen, wieder und wieder von den Gespenstern der Vergangenheit heimgesucht wird. Ein zutiefst politischer filmischer Trip. (24. Oktober, 20.30 Uhr, Kino im Sprengel, Hannover)

Alle Filmemacher*innen sind langjährige Gäste des EMAF und haben das Profil des Festivals als international beachteten Ort für junge, experimentelle Kunst mit geprägt. Aus diesem Grund freut es uns besonders, gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern ihre Filme auch unter den aktuell erschwerten Bedingungen ins Kino bringen zu können. Einzelheiten zur Ticketbuchung und zu den geltenden Corona-Richtlinien erfahren Sie über die Websites der beiden Veranstalter, www.filmfest-osnabrueck.de und www.kino-im-sprengel.de.

21.09.2020 Call for Entries

Call For Entries 2020

Die Einreichplattform zum 34. European Media Art Festival ist ab sofort geöffnet

Deadline ist der 31. Dezember 2020

Filme, Videos, Installationen, Performance-Projekte und Arbeiten aus dem Bereich Expanded Media – wir freuen uns auf Ihre Einreichungen zum 34. European Media Art Festival!

Das Festival findet vom 21. bis zum 25. April 2021 statt. Osnabrück wird dabei fünf Tage lang zu einer internationalen und richtungsweisenden Plattform für Medienkunst und zum Treffpunkt für Künstler:innen, Kurator:innen, Galerist:innen und Studierende. Die Ausstellung in der Kunsthalle Osnabrück wird darüber hinaus bis zum 30. Mai 2021 zu sehen sein.

Unsere Auswahlkommission und Kurator:innen werden in den nächsten Monaten die Einreichungen sichten und daraus das Programm des kommenden Festivals entwickeln. Ab Mitte März 2021 wird das vollständige Programm auf unserer Homepage www.emaf.de verfügbar sein.

Während des Festivals vergeben zwei Jurys folgende Preise: den EMAF-Medienkunst-Preis der Deutschen Filmkritik (VDFK), den Dialogpreis des Auswärtigen Amtes sowie den EMAF-Award für eine richtungsweisende Arbeit in der Medienkunst.

Wir laden Sie herzlich ein, Ihre aktuellen Medienkunstarbeiten einzureichen!

Bitte nutzen Sie für die Einreichungen unsere Online-Formulare. Deadline ist der 31. Dezember 2020.

Infos und Anmeldeunterlagen gibt es unter submissions.emaf.de.